Familienurlaub auf Fuerteventura
Die weitläufigen Sandstrände sind ein absolutes Highlight
Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren und seit Jahren ein beliebtes Reiseziel für Sonnenhungrige, Familien und Aktivurlauber. Besonders im Frühling und Herbst, außerhalb der klassischen Schulferien, zeigt sich die Insel von ihrer entspannten Seite.
Auch bekannt als „Insel des ewigen Frühlings“ und unter Surfern als „europäisches Hawaii“, überrascht Fuerteventura auf den ersten Blick mit einer eher kargen, fast wüstenartigen Landschaft. Doch genau darin liegt ihr besonderer Charme: endlose Strände, weite Horizonte und ein ganz besonderes Licht.
Im Mai habe ich die Insel erneut besucht. Diesmal nicht nur alleine, sondern erstmals mit Mann und Kleinkind für einen 12-tägigen Familienurlaub.
Gestartet sind wir von Frankfurt aus mit einer Flugzeit von rund vier Stunden. Vor Ort ging es unkompliziert per Transferbus direkt zum Hotel.
Die Kombination aus kurzer Flugzeit, guter Erreichbarkeit und ganzjährig mildem Klima macht Fuerteventura besonders attraktiv für einen entspannten Familienurlaub auf den Kanaren.
Unser Hotel: RIU Oliva Beach bei Corralejo
Der Blick vom Balkon kann sich definitiv sehen lassen
Unser Aufenthalt führte uns in das Corralejo gelegene RIU Oliva Beach Resort. Das Hotel ist direkt in den Dünen des Naturparks gelegen, mit unmittelbarem Strandzugang über eine Treppe.
Die Lage ist definitiv das Highlight: direkter geht Strandurlaub kaum. Gleichzeitig merkt man dem Hotel an, dass es in die Jahre gekommen ist. Aufgrund baulicher Einschränkungen in der Region sind Renovierungen nur eingeschränkt möglich, was sich in der Ausstattung widerspiegelt. Die Anlage selbst ist weitläufig aufgebaut und besteht aus mehreren Gebäuden, Pools, Restaurants, einem Spielplatz und großzügigen Gartenflächen - ideal für Familien mit Kindern.
Verpflegung & Familienfreundlichkeit im Hotel
Das All-Inclusive-Angebot war insgesamt sehr solide und familienfreundlich. Drei große Buffetzeiten sorgten für viel Auswahl, auch für unser (damals fast zweijähriges) Kind war immer etwas Passendes dabei. Besonders positiv hervorzuheben ist das wechselnde Spezialitätenrestaurant mit kanarischer und asiatischer Küche, das nach Vorreservierung mehrfach besucht werden konnte. Tagsüber gab es Snacks wie Burger, Hot Dogs, Pommes und frisches Obst an der Snackbar.
Auch das Unterhaltungsprogramm für Kinder war gut organisiert: Die tägliche Kinderdisco um 17 Uhr wurde schnell zum Highlight mit Musik und Animation in mehreren Sprachen.
Strand, Pool & Alltag mit Kleinkind
Die meiste Zeit haben wir am Kinderpool oder direkt am Strand verbracht. Mit Kleinkind bekommt „Entspannung“ eine ganz neue Bedeutung: zwischen Planschen, Sandburgen bauen und kleinen Spaziergängen vergeht der Tag trotzdem wie im Flug.
Der Wind, der der Insel ihren Namen gibt („fuerte viento“ – starker Wind), war im Mai deutlich spürbar. Trotzdem hat unser Kind den Strand geliebt: Sand, Wellen und viel Platz zum Laufen sorgten für jede Menge Spaß. Zum Schwimmen war das Meer für uns persönlich noch etwas frisch, aber für lange Strandtage war das Wetter perfekt.
Corralejo lädt zum Schlendern ein…
Kleine Ausflüge nach Corralejo
Unweit des Hotels gab es eine Bushaltestelle, von der aus wir zwei kleine Ausflüge unternommen haben.
Corralejo selbst bietet einen schönen Mix aus lokalem Markt, kleinen Geschäften und Einkaufszentrum. Besonders der Markt mit regionalen Produkten und Souvenirs hat uns gut gefallen. Ein Spaziergang durch die Stadt lohnt sich definitiv, um neben dem Hotelalltag auch ein bisschen kanarisches Leben mitzunehmen.
Highlight: Insel-Roadtrip durch den Norden & Inselinneren
Mein persönliches Highlight war unser eintägiger Roadtrip über die Insel. Über die Hotel-Autovermietung haben wir spontan ein Auto inklusive Kindersitz gemietet und sind mit vielen Stopps über die Insel gefahren.
Erster Stopp: El Castillo (Caleta de Fuste)
In Caleta de Fuste sind wir gemütlich am Hafen entlang spaziert und haben den Ort auf uns wirken lassen. Gerade in der Nebensaison ist es dort angenehm ruhig.
Faro de la Entallada
Weiter ging es zum Faro de la Entallada - ein beeindruckender Leuchtturm im Festungsstil aus rotem Naturstein. Die kurvige Anfahrt lohnt sich absolut: oben angekommen hat man einen spektakulären Panoramablick über die Küste und das Inselinnere.
Betancuria – das schönste Dorf der Insel
Abschließend besuchten wir Betancuria welches oft als schönster Ort der Insel bezeichnet wird. Das kleine, farbenfrohe Dorf liegt eingebettet in einer grünen Oase (für Fuerteventura-Verhältnisse) und hat uns mit seiner entspannten Atmosphäre sofort begeistert. Besonders die Kirche und die blühenden Straßen haben das Dorf sehr charmant gemacht. Bei Kaffee und Kuchen haben wir den Ausflug gemütlich ausklingen lassen, bevor es zurück ins Hotel ging.
Fazit: Ist Fuerteventura ein gutes Reiseziel für Familien?
Feinsandige Strände - perfekt für Familien mit Kindern
Ganz klar: ja.
Fuerteventura ist eine hervorragende Destination für Familienurlaub, sowohl mit kleinen als auch mit größeren Kindern.
Die Insel bietet:
eine große Auswahl an Hotels in allen Kategorien
viele All-Inclusive-Resorts mit Kinderangeboten
endlose Strände und viel Platz
spannende Landschaften zwischen Dünen, Bergen und Küstenorten
kurze Flugzeit aus Deutschland
Im Mai war das Klima angenehm mild: sonnig, aber nicht zu heiß, mit frischer Brise und insgesamt wenig Tourismus. Gerade das machte den Aufenthalt für uns besonders entspannt. Der größte Vorteil: keine überfüllten Pools, keine Wartezeiten, kein Stress - einfach Urlaub.
Fuerteventura hat uns als Familie erneut überzeugt und wir werden definitiv wiederkommen.
Reiselust geweckt?
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